Erst ist die Luft raus – aber dann gibt´s guten Wind!

Text/Bild/Video: Frank Capellan

Jugend-Zeltlager mit Würstchen, Banane und ganz viel Segel

Die Luft ist raus! Und das, bevor das BIWAK 2017 so richtig losgeht! Kein Lüftchen über dem Wasser, still ruht der Wannsee am Freitagabend. Immerhin scheint die Sonne pünktlich zum Beginn endlich mal wieder, beste Voraussetzungen also für unsere „Banane“. Sich auf dem Schlauch hinter dem Motorboot über die Wasserski-Strecke ziehen zu lassen, ist fast so schön wie Segeln, jedenfalls dann, wenn kein Wind weht. Frank und Wulff sind im Boot, drehen auf, hinten klammern sich Melanie, Charlotte, Helena und Nadine auf der „Banane“ fest, aber: Nix geht! Mit den vier Mädels, obwohl allesamt Leichtgewichte, kommt das Ding nicht aus dem Wasser, nicht ins Gleiten, der Außenborder saugt sich fest, der Bug des Begleitbootes zeigt steil in die Luft. Was los ist? Die Luft ist raus! Loch in der „Banane“! Bald ist mehr Wasser als Luft in der Plastikhülle… Also zurück zum Club, bevor wir sinken, notdürftig abdichten, nochmal aufpumpen, und vor allem: Jens aufs Motorboot! Ganz nach vorn, das schafft Balance, plötzlich liegt das Boot 1a auf dem See, gleitet, zieht die „Banane“ richtig aus dem Wasser, na also: geht doch!

 Mega-Spaß und Monster-Hunger

Nach Monster-Spaß kommt der Mega-Hunger, Abendessen um Neun, „Banane“ fahren macht hungrig. Erster Tag: Perfekt! Aber gesegelt sind wir auch. Na klar, und wie! Der Samstag bringt Sonne und  Wind, 2-3 Beaufort. Michael bringt unsere Opti-Flotte rüber zur „7“. Die gelbe Tonne unweit des Strandbads ist die beste Orientierungshilfe für die sieben Starter. Frank geht mit zwei Teenys, einem Bic und 420er „Monsun“ auf Langfahrt. Hugo und Melanie, Franz und Pius, Karl, Till und Nils runden Kälberwerder. Vorher einmal quer durch´s Regattafeld, Folkeboot-Rennen, ganz schön was los heute. Gut, dass alle die Wegerechtsregeln geübt haben J … Danach wieder Monster-Hunger! Dank den Müttern und Vätern, die das ganze Wochenende rackern, die Salate gemacht haben, die kochen, spülen und abtrocknen, damit die Kids schnell wieder in die Boote kommen! Dank an Silvia, die morgens die Brötchen bringt und Kaffee macht und an Dave, unseren Hafenwart, der immer da ist, wenn mal wieder ne Pinne abgebrochen ist oder ein Verklicker fehlt.

Nachmittags, nochmal drei Stunden, erst an der „7“ , dann rüber zum Berliner Yachtclub. Jetzt ist noch mehr los! Oldtimerregatta! Aber die Sonne scheint, es ist warm, alles prima!

18 Uhr, was liegt an? Hunger!!! Michael steht am Grill, Jens hat Würstchen und Hähnchen für eine ganze Kompanie besorgt. Leider tröpfelt es jetzt mal wieder von oben, schön dabei nur: der Riesen-Regenbogen überm Wannsee!

22 Uhr, was läuft? Party in den Zelten!

24 Uhr, geht noch was? Immer noch Stimmen aus den Schlafsäcken. Ja müsst Ihr Segler denn gar nicht schlafen? Doch! Melanie verschläft, hört den Wecker um fünf wohl nicht… Glück für Jens, die Weck-Attacke mit dem Megafon bleibt unserem Jugendwart erspart.

Sonntag, der Höhepunkt! Regatta um den BIWAK-Pokal. Sebastian, unser Sportwart, fährt alles auf: Horn und Flaggen, vier Tonnen, Rundkurs, Standard, aber für unsere Anfänger doch nicht ganz so gut zu durchschauen, gut, dass immer irgendwer vor fährt… meistens Paula, die ist in „Pey“ nicht mehr zu schlagen, derzeit unangefochten die beste im SVAB, sogar Till und Nils im 420er lässt sie berechnet hinter sich. Glückwunsch! Auch Bruder Paul hängt ihr dicht an den Fersen. Finn schlägt sich wacker, auch Charlotte, unseren beiden absoluten Segel-Neulinge zeigt Klasse, viel gelernt in den letzten Wochen. Allein Felix hat den Mut ein wenig verlassen, aber das wird sich bald ändern! Janis wird hoffentlich seine Knieverletzung bald überwunden haben und wieder ins Trapez steigen können. Nadine ist nach längerer Pause wieder am Start – das freut uns!  Pius, Hugo und Karl bringen reichlich Segelpraxis mit, super, da geht noch was! Auch bei Helena, die diesmal auf „Populär“ starten durfte, weil Franz im Teeny gebraucht wurde. Und allen, die diesmal nicht beim BIWAK sein konnten, inklusive Thomas, sei gesagt: Nächstes Jahr unbedingt  mitmachen, es lohnt sich! Und dann gibt´s auch wieder eine „Banane“ mit Luft drin – versprochen!

Ergebnisse Biwak-Cup 2017

Video: Vor dem 1. Start

Video: Vor dem 2. Start